Baustellenstories

Aktualisiert: Okt 1

Hierzu bedarf es einer kurzen Einleitung: Auch wenn es eventuell manchmal schwerfallen könnte, dass es sich um wahre Geschichten handelt – Alles was hier aufgeführt wird, beruht auf wahren Gegebenheiten. In der Einführung könnt ihr schon merken, uns passieren Sachen, die glaubt man gar nicht. Für uns immer wieder schön, sich an gewisse Sachen zu erinnern bzw. herzhaft drüber zu lachen. Leider passieren uns, wie üblich, nicht nur lustige Sachen. Manchmal geht es leider auch unter die Haut. Ich werde solche Geschichten mit dem übergeordneten Schlagwort „Baustellenstories“ versehen.


Das gibt es doch nicht

Hier eine Baustellenstory aus der Anfangszeit der Mauro OTS GmbH. Sie sorgt leider regelmäßig für lautes Gelächter, da ich selbst involviert war.


Wie üblich sollten wir uns einen Schaden ansehen. Erwartet wurde eine Leckageortung in einem Mehrfamilienhaus in Nürnberg. Gemeldet wurde Wassereintritt in einem Kellerabteil, über welchem sich eine Bank befindet. Naja, bis jetzt ja noch nichts Unübliches ... Auf zur Leckageortung ... Der Chef fährt selbst, was auch nicht ungewöhnlich bei uns ist.


Angekommen war schnell klar: „Es wird scheiße“. Wie scheiße, war aber noch nicht ganz absehbar. Der Keller konnte schnell gefunden werden, da eine schöne Lache ringsherum vorhanden war. Auch die Zuordnung des vermeidlichen Verursachers (drüber die Bank) war irgendwie schnell klar. Leider war der Keller bis zur Decke mit sehr wertvollem Müll vollgeladen, was bei mir schon für Anspannung sorgte, weil ich alleine war und irgendwie nicht gerade hoch motiviert war, den Müll der letzten 70 Jahre aus dem Abteil zu ziehen. „Aber hilft ja nix, raus damit“. Voller Elan, fing ich an (ohne Handschuhe) das Kellerabteil im gesamten Keller zu verteilen und räumte ca. 2,5 h durchnässtes Zeug aus dem Keller. Als dieser Akt vollbracht war, fragte ich mich: „Wo kommt den das Wasser her“ – Wasser mit ca. Faust großen undefinierbaren Stücken drin. Also ab in die Bank ... Die Tür ging auf und eine Angestellte der Bank empfing mich sogleich. Das Damen-WC wurde als möglicher Schadensherd ausgemacht ... Also ... ab in den Keller ... erst mal das ganze komische Zeug weg saugen, damit man sich bewegen kann. Also Sauger raus ... ab in den Keller und sauber machen. Dann geschah es, die Funktion eines WC's war dem Sanitärfachmann, der die Geschichte kürzlich erst neu installiert haben soll, scheinbar nicht ganz bewusst. Die leicht korpulente Dame hatte in Ihrer Mittagspause das Bedürfnis die Toilette zu benutzen. Der Spülvorgang war im Keller seltsamerweise sehr laut zu hören, was mich zum Glück schon irgendwie instinktiv vorgewarnt hat. Wenige Sekunden später kam plötzlich ein Schwall mit entsprechenden, vorher für mich nicht definierbaren, Brocken von der Decke – Jetzt wusste ich was das für Zeug war. Die Decke wurde inspiziert und da – man mag es nicht glauben – der Sanitär (Drecksack) wollte sich die Räumung des Kellers scheinbar sparen und prüfte somit nicht, ob das Abwasser überhaupt an irgendeinem Rohr hängt. So gab er das WC dann einfach ungeprüft frei.


Ergo Haut abziehen geht ja nicht! Staubsauger wegschmeißen war ein muss und so recht erklären wollte ich das Schadenbild der korpulenten Dame aus Pietätsgründen auch nicht.


Klar ist, dass mir das wahrscheinlich bis zu meiner Rente auf's Brot geschmiert wird. Zum Glück passieren den anderen aber auch lustige Sachen.